Laufende Forschungsvorhaben
Derzeit ist das Bayerische Laserzentrum in einer Vielzahl an unterschiedlichen Forschungsvorhaben beteiligt. Nachfolgend geben wir Ihnen einen Auszug zu unseren Tätigkeiten mit unseren Partnern.
Projekte zum Laserstrahlschweißen
Laserbasierte Oberflächenbearbeitung
Projekte zum Strukturieren, Abtragen, Schneiden, Reinigen
Projekte zur Additiven Fertigung
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Entwicklung eines modularen, skalierbaren und bauraumoptimierten Hochvolt-Batteriesystem-Baukastens (SBBhybrid)
Im Rahmen von SBBhybrid forscht ein großes Konsortium an der Wasserstofftechnologie. Hier gibt es eine Vielzahl an Fragestellungen, die es zu lösen gilt. Wir beteiligen uns aktiv durch das gas- und mediendichte Schweißen von unterschiedlichsten Materialien, von dünnen Folien bis dicken Blechen.
Hochdurchsatzbeschichten von Werkzeugstählen unter Vermeidung von Defekten durch Steuerung der Abkühlbedingungen mittels Strahlformung (StraHoBe)
Im Projekt StraHoBe optimieren wir das Laserpulverauftragschweißen von hochkohlenstoffhaltigen Werkzeugstählen. Durch den gezielten Einsatz von Strahlformung wollen wir die Prozessqualität durch Vermeidung von z. B. Rissen erhöhen. Gleichzeitig wollen wir die Prozesseffizienz erhöhen und die Aufbauraten gegenüber den Stand der Technik um mindestens den Faktor 2 erhöhen. Kurzer Spoiler? Es bleibt nicht nur bei Faktor 2.
Charakterisierung optischer Komponenten
Im Projekt werden optische Komponenten und Systeme, wie z.B. f-theta Objektive und Beam Expander, systematisch charakterisiert, um ihren Einfluss auf Strahlqualität, Fokusstabilität und Leistungsdichte im Scannerbetrieb zu bewerten. Unsere Forschungsarbeiten zeigen, dass bereits kleineste Abweichungen beispielsweise bei der optischen Auslegung und Justage oder aber auch thermische Effekte signifikante Einflüsse auf Laserprozesse nehmen können. Um diese Erkenntnisse für die zukünftige Optimierung von Laseroptiken nutzen zu können, haben wir standardisierte Bewertungsansätze abgeleitet.
Maßgeschneiderte Eigenschaften von PBF-LB/M-Bauteilen durch lokale in-situ-Legierungsbildung
Die Forschung am blz zum Teilprojekt 5 des Sonderforschungsbereichs 814 – Additive Fertigung hat gezeigt, dass sich die Legierungszusammensetzung und damit auch die Eigenschaften von metallischen PBF-LB/M-Bauteilen bereits während des Fertigungsprozesses gezielt modifizieren lassen. Durch lokale in-situ-Legierungsbildung konnten Härte und Verschleißbeständigkeit von Einsatzstählen deutlich gesteigert werden, was neue Perspektiven für die laserbasierte Additive Fertigung ohne nachgelagerte Wärmebehandlung, z.B. in der Wälzlagertechnik, eröffnet.
Strahldurchmesserabhängigkeit der Standzeiten von Laserschutz-abschirmungen (SALSA)
Im Projekt SALSA wurde gezeigt, dass sich die Laserbeständigkeit von Laserschutzabschirmungen materialunabhängig beschreiben lässt. Auf Basis einer standardisierbaren Laserschutzprüfung konnte eine universell anwendbare Korrekturfunktion entwickelt werden, mit der sich die materialspezifischen Schutzgrenzbestrahlungen für beliebige Strahldurchmesser zuverlässig vorhersagen lassen. Damit schafft SALSA eine fundierte Grundlage für die effizientere Umsetzung von Laserschutzmaßnahmen.
Herstellung von elektrisch leitfähigen Polymerbauteilen durch Laserstrahlschweißen und pulverbettbasierte Additive Fertigung hochgefüllter Polymere (HighAbsorWeld)
Hochgefüllte, elektrisch leitfähige Polymere verbinden chemische Vorteile von Kunststoffen mit elektrischen Funktionalitäten, die man sonst nur von Metallen kennt. Im Rahmen des Projekts HighAbsorWeld konnten erstmals solche hochgefüllten, elektrisch leitfähigen Polymere reproduzierbar additiv gefertigt und anschließend mittels Laserstrahlschweißen gefügt werden. Durch angepasste Prozessstrategien gelang es uns, tragfähige Fügeverbindungen zu erzeugen und gleichzeitig eine stabile elektrische Funktionalität der Bauteile nachzuweisen.
Verbesserung der Umformbarkeit hochfester Aluminiumlegierungen durch lokale, laserbasierte Legierungsmodifikation (Tailor Alloyed Blanks)
Hochfeste Aluminiumlegierungen der 7XXXer-Serie haben hervorragende mechanische Eigenschaften, lassen sich aber kaum umformen und sind deshalb für Serienprozesse in Kombination mit der Umformung nur bedingt geeignet. Durch eine laserbasierte Legierungsadaption (Verdampfung oder Zulegieren) können die Formgebungsgrenzen von 7XXX-er Legierungen in Richtung der Formgebungsgrenzen von 6XXX-er Legierungen verschoben werden. Dadurch wird es beispielsweise möglich, hochfeste Aluminiumbauteile genauso komplex und wirtschaftlich herzustellen wie heutige Standard-Karosseriebleche – bei deutlich geringerem Gewicht.
Möchten Sie mit uns zusammen forschen?
Falls Sie auf der Suche nach einem zuverlässigen und innovativem Kooperationspartner für ein gemeinsames Forschungsvorhaben sind, dann melden Sie sich bei uns. Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen schnell und unkompliziert die Möglichkeiten.
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FAQs
zu unseren Forschungs-vorhaben
Hier finden Sie schnelle Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Forschungsvorhaben mit und am Bayerischen Laserzentrum.
Ich möchte mit dem Bayerischen Laserzentrum kooperieren - ist das möglich?
Ja, auf jeden Fall! Wir als Bayerisches Laserzentrum suchen immer nach verlässlichen Partnern aus der Industrie. Nur wenn wir die verschiedenen heute relevanten Fragestellungen kennen, können wir gemeinsam Lösungen entwickeln.
Ist das Bayerische Laserzentrum Industrie- oder Forschungspartner?
Wir als Bayerisches Laserzentrum verstehen uns als Forschungspartner und sind daher ähnlich zu Hochschulen zu sehen.
Die Kooperation mit Universitäten gestaltet sich aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen oft als schwierig. Ist das beim Bayerischen Laserzentrum auch so?
Nein, definitiv nicht! Hinsichtlich der Kooperation sind wir - im Gegensatz zu Universitäten - deutlich flexibler. Unser Motto: So viel wie nötig absichern, dass jeder Partner guten Gewissens das Projekt bearbeiten kann. Gleichzeitig aber den Aufwand dafür so gering wie möglich halten.
Welche Themen liegen im Fokus des Bayerischen Laserzentrum?
Wir als Bayerisches Laserzentrum haben bzw. hatten Projekte, die z. B. über die DFG, die Bayerische Forschungsstiftung oder das ZIM-Programm finanziert sind. Wir finden die richtige Förderinstitution für das gemeinsame Vorhaben.



